AA lot of riders on a meadow

Common Ridings

Gastautorin Nicole Tung erzählt von dieser besonderen Tradition

13/08/2026

Die Common Ridings in Schottland: das kulturelle Erbe einer Region

Scottish People in front of a volunteer hall

Die Kriege und die Gewalt, die dieses Ritual ursprünglich unerlässlich machten, gehören glücklicherweise längst der Vergangenheit an. Inzwischen ist es ein kraftvoller Akt des Gedenkens zur Bewahrung der Geschichten, Werte und Identitäten, die in dieser Region entstanden sind. Heute ist es an der jüngeren Generation, diese Tradition zu erhalten. Junge Reiter, Standartenträger und Zeremonienmeister übernehmen die Rollen ihrer Vorfahren und werden so zu Bewahrern des Erbes einer der reichsten lebendigen Kulturlandschaften Schottlands.

 

Die Common Ridings sind keine historischen Inszenierungen, sondern gelebte Tradition, die die Vergangenheit in die Gegenwart trägt. Die Bräuche bewahren die Erinnerung an die Geschichte der Scottish Borders als Grenzregion, indem sie jeder neuen Generation an Reitern und engagierten Persönlichkeiten anvertraut wird. Das reiche kulturelle Erbe, das in der eindrucksvollen Landschaft der schottischen Highlands lebt, soll so weiter bestehen. Dieser Reichtum zeigt sich in Details: Jeder Kilt, jede Jacke, jede Schärpe und jede Fahne trägt ihre eigenen Symbole, Farben und Wappen – Jahrhunderte an Geschichte, Ortsverbundenheit und lokaler Identität werden so sichtbar.

Letzten Monat führten an einem lauen Freitagabend im 10.000-Einwohner-Städtchen Galashiels die beiden diesjährigen Vertreter der Stadt, der „Braw Lad“ und die „Braw Lass“, einen Reel auf, einen schottischen Volkstanz. Der 18-jährige Ruaridh Anderson und die 25-jährige Chloe Logan traten dabei vor zahlreichen betagten Einwohnern auf, von denen sich viele noch an eine Zeit erinnern, als solche Tanzabende wöchentlich stattfanden. Die Reels, früher ein zentraler Bestandteil des sozialen Lebens, sind eine der Traditionen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.

Viele junge Menschen, denen der Erhalt dieser Traditionen anvertraut wurde, müssen sich jedoch gleichzeitig schwierigen Bedingungen stellen: schlechte Berufsaussichten in der Region und steigende Lebenshaltungskosten zwingen viele, sich andernorts nach Arbeit und Ausbildungsmöglichkeiten umzusehen. Während daher viele in die größeren Städte oder sogar noch weiter abwandern, gibt es auch jene, die bleiben oder nach einer Zeit wieder zurückkommen – angezogen von der starken Gemeinschaft, familiären Verbindungen und dem ruhigeren Lebensstil.

Nicole Tungs Erfahrung mit der SL3-P

Portrait Nicole Tung

Nicole Tungs Ausrüstung

Portrait Nicole Tung

Über Nicole Tung

Nicole Tung ist eine freiberufliche Fotojournalistin, geboren in Hongkong. Im Jahr 2009 machte sie ihren Abschluss an der New York University. Bei ihrer Arbeit befasst sie sich häufig mit den am schwersten von Krieg und Konflikt Betroffenen. Nicole Tung fotografiert regelmäßig für die New York Times, das Harper’s Magazine, die Washington Post, Le Monde und andere. Seit 2010 hat sie einige der bewegendsten Momente der aktuellen Zeitgeschichte festgehalten: den Arabischen Frühling, die Pro-Demokratie-Proteste in ihrer Heimat Hongkong, die anhaltend steigende Zahl von Femiziden in der Türkei, den Krieg in der Ukraine sowie das Zusammenspiel von Menschenrechten, Umweltzerstörung und geopolitischen Konflikten in Südostasien.

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Robin Sinha with the SL3-P

Nächster Stopp: Die SL3-P im Detail

Auch Leica Trainer Robin Sinha war mit der SL3-P am Nürburgring unterwegs. Dort, wo Präzision, Handwerk und Höchstgeschwindigkeit alles entscheiden, drehte er drei Video-Runden: Vorstellung der Vollformatkamera im Detail, Erklärung der Videofunktionen sowie Konnektivität und Workflow. Darin zeigt er auch, was die SL3-P zur bis dato komplettesten Kamera im SL-System macht.

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Leica Blog Highlights: SL-System