Fred Stein: das Porträtwerk eines Zeitzeugen

30/04/2026
Robert Capa and Gerda Taro 1936 sitting in a cafe

Fred Stein und die Leica

Flucht und Exil

Paris

New York

Deutschland

„Eine Person vollständig zu erfassen, geschieht nicht nur über die äußere Identität, sondern wird erst durch ein sichtbares Zeichen von Individualität vollkommen und überzeugend. Darum achtet der Fotograf auf Haltung, Gebärde und Ausdruck und drückt in dem kritischen Moment den Auslöser, in dem all diese Zeichen verschmelzen, um die innere Persönlichkeit zu beschreiben.“

Fred Stein

Fred Stein with Leica I 1937

Fred Stein with the Leica I 1937 I ©Fred Stein Archive

Über Alfred Stein

Alfred „Fred“ Stein wurde am 3. Juli 1909 als Sohn eines Rabbiners in Dresden geboren. Politisch stark engagiert, wurde er mit 16 Jahren Mitglied der Sozialistischen Arbeiter-Jugend. Studium der Rechtswissenschaft in Heidelberg, München und Berlin. Am 30. Juni 1933 wurde er aus antisemitischen Gründen aus dem Justizdienst entlassen und nicht mehr zum zweiten Staatsexamen zugelassen. Im August 1933 Heirat mit Liselotte „Lilo“ Salzburg (1910–1997). Ihr gegenseitiges Hochzeitsgeschenk war eine Leica I. Anfang Oktober Flucht aus Deutschland, 1934 Eröffnung des Studio Stein in Paris. Lilo Stein unterstützte ihn in allen geschäftlichen und technischen Aufgaben. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde der Fotograf zehn Monate in Internierungs- und Arbeitslagern inhaftiert. Nach seiner Flucht aus dem Lager traf er seine Familie 1940 in Toulouse wieder. 1941 Emigration in die USA. 1952 Verleihung der amerikanischen Staatsbürgerschaft. Am 27. September 1967 starb Fred Stein nach kurzer Krankheit in New York. Sein Archiv wird von seinem Sohn, Peter Stein, gepflegt.

Website Fred Stein