Bei Fabian Dopfer prallen Farbe und Form aufeinander. Voller Wucht, Energie und dabei dennoch auf eine ganz besondere, erzählerische Art und Weise, fast schon malerisch bis skulptural. Es sind Kompositionen, die unsere Sehgewohnheiten fordern und damit das tun, das Kunst eigentlich immer tun sollte, die Besucher ansprechen und dabei fordern.
Dopfer selbst würde sich in der Technikecke verorten, früh hat er sich für alles interessiert, das man aufschrauben, entdecken und wieder zusammenbauen konnte. Neugierig war, nein ist er, und zugleich ein Naturfreund. Die Berge und die Natur waren dem in Dachau geborenen Dopfer schon als Kind Ausgleich und Inspiration. Mit der Kamera jedoch entdeckte er neue Perspektiven, die interessanter waren als das, was er mit dem bloßen Auge wahrnahm. „Der Wert, ein richtig gutes Foto von dem Moment draußen machen zu können, wurde für mich größer als das echte Erleben in der Natur“, sagt er.
Bei Dopfer zählt das Ergebnis. Jedoch soll es keineswegs perfekt sein, sondern er feiert in seinen Fotos die kleinen Fehler, die passieren und schöne Momente kreieren. Für ihn stellen seine Fotos eine Gegenbewegung zur KI dar. Es finden sich in seinen Arbeiten Phantasiewelten, bunte schrille skurrile Situationen, die zunächst irritieren. Zugleich locken sie das Auge aufgrund der grellen Farben. Die Dreidimensionalität verleiht den Fotos zusätzlich eine besondere Tiefe, Licht und Schatten folgen einer eigenen Dynamik. Formen und Farben. Von Dopfer ausgewählt, sorgsam zusammengestellt und so lange im Studio komponiert, bis alles für ihn ein stimmiges Gebilde ergibt. Analog und per Hand.
Leica Galerie Konstanz
Samstag 9.30 - 14.00 Uhr