Leica Noctilux Übersicht
Wofür Noctilux wirklich steht
Der Name Noctilux wird in der Fotografie so klar wie kaum ein anderer mit extremer Lichtstärke, handwerkliche Präzision, unverwechselbare Bildwirkung und der Leica M verbunden – also höchster optischer Qualität. Auch seine Herkunft ist eindeutig. „Nocti“ stammt von Nacht, „lux“ von Licht. Das Nachtlicht. Doch Noctilux beschreibt nicht nur technische Leistungsfähigkeit bei minimalem Licht, sondern den Anspruch der M-Fotografie selbst: die Freiheit, genauer hinzusehen. Und zwar gerade dort, wo die Gegebenheiten nicht perfekt sind. So steht Noctilux längst für mehr als die lichtstärksten Objektive im Leica Portfolio. Es ist ein Synonym für fotografische Exzellenz: für die Kunst, aus wenig das Allerbeste zu machen.
Ein Noctilux fordert heraus, noch bewusster zu fotografieren – und gerade dadurch Bilder mit besonderer Aussagekraft zu schaffen.
Peter Karbe
Lichtstärker – seit 1966
Noch während das Noctilux 1:1,2/50 auf der Photokina 1966 ausgestellt wird, gilt es bereits als technische Sensation. Das damals lichtstärkste, asphärische Objektiv der Kleinbildfotografie stellt sich dann auch in der Folge als so fortschrittlich heraus, dass es ganze 42 Jahre braucht, um es wesentlich weiterzuentwickeln.
Erst 2008 folgt der nächste technische Durchbruch mit dem Noctilux-M 1:0.95/50 ASPH.. Einem Objektiv, das die Grenzen des Machbaren dann gänzlich im einzigartigen Bokeh verschwimmen lässt. 2017 wird das Noctilux-Universum mit dem Noctilux-M 1:1,25/75 ASPH. erfolgreich um eine Brennweite erweitert. Auch dieses Objektiv zeigt: Selbst, wenn die Welt ihre Farben bereits verloren zu haben scheint, bringt ein Noctilux noch feinste Details ans Licht.
2026 folgt in dieser Tradition, die nächste Innovation: Das Noctilux-M 1:1,2/35 ASPH.. Ein sogenanntes Reportage-Objektiv, das die Innovationskraft von Noctilux dank seiner unfassbaren Kompaktheit und Präzision mit höchster fotografischer Qualität, erzählerischer Nähe und gestalterischer Freiheit unterstreicht.
Kein anderes Objektiv gestaltet den Übergang von Schärfe zu Unschärfe mit einer derart dreidimensionalen Wirkung.
Peter Karbe
Warum Bokeh mehr als nur Hintergrund ist
Bokeh beschreibt die Qualität der Unschärfe – wie sanft ein Objektiv Hintergründe auflöst und wie harmonisch Lichtpunkte erscheinen. Entstehen kann es nur durch das Zusammenspiel aus hoher Lichtstärke, aufwendiger Linsenkonstruktion und präziser Blendenmechanik. Je feiner dieser Übergang gelingt, desto stärker tritt das Motiv plastisch hervor, fast schwebend vor einem weichen, filmischen Hintergrund. Genau deshalb ist ein Noctilux-Hintergrund so herausragend. Für viele Fotografen und Fotografinnen ist das charaktervolle Bokeh sogar wichtiger als die Available-Light-Fähigkeit eines Noctilux. Es verleiht Bildern durch Tiefe und Atmosphäre einen unverwechselbaren, emotionalen Sog.