Reclamation
Die Kunst des bewussten Lebens
Der in Kalifornien lebende Fotograf und Filmemacher Brandon Ruffin präsentiert Reclamation, einen Kurzfilm, inspiriert von den Themen Zeit, Präsenz und der stillen Schönheit all jener Dinge, die wir nur wahrnehmen, wenn wir uns bewusst auf sie einlassen.
Dieser vollkommen in Schwarzweiß aufgenommene Film lädt uns dazu ein, den Alltag zu entschleunigen, Ablenkungen hinter uns zu lassen und den Blick wieder auf das wirklich Wesentliche zu richten. Er ist eine Einladung, die Gegenwart neu zu betrachten – und vielleicht Vergessenes, das im Strudel moderner Reizüberflutung verloren ging, wieder für sich zurückzuerobern. Ein von Alex Elle eigens für den Film verfasstes Gedicht verleiht seiner Botschaft eine Stimme.
„Ich möchte eine Geschichte über Verbindung erzählen. Das Projekt entstand in frühen Gesprächen mit meinem langjährigen Geschäftspartner und Produzenten Xavier Cunningham. Wir sprachen darüber, wie wir Ablenkungen vermeiden können und insbesondere auch darüber, wie es die ZM 2 ermöglicht, Störungen durch moderne Technologie zu meiden. Darüber, wie sie tiefer in die Materie eindringt und dadurch eine klare Verbindung schafft. Genau das wurde zur Grundlage meines Films.“
Brandon Ruffin
Man soll der Zeit nicht entfliehen – sondern sich an sie erinnern
In Reclamation beobachten wir die stille Entwicklung der Beziehung zwischen den Schauspielern Joshua Neal und Kristin Bell – eine Beziehung, die in Ablenkung gelebt wird, anstatt in der Gegenwart.
Doch Neals Figur wird nach und nach wieder zum Wesentlichen hingezogen: zu den grundlegenden Augenblicken, die so oft unbemerkt verstreichen. Durch Stille, Reflexion und das Fortschreiten der Zeit wird ihm wieder bewusst, dass ein Sinn nicht in der Flucht liegt, sondern in der Rückkehr.
„Ich glaube, wir sollten unser Leben so leben, dass wir Menschen finden, die lieben, was wir lieben – und Zeit mit ihnen verbringen, frei von Ablenkung, um Bedeutungsvolles zu schaffen.“
Brandon Ruffin
In der Stille sehen wir wieder klar
Diese Haltung prägt auch die Entstehung des Films. Der Schwarzweißfilm lenkt durch die Abwesenheit von Farbe die Aufmerksamkeit auf das, was wirklich zählt: Licht, Textur, Schatten und Emotionen.
In enger Zusammenarbeit mit dem Director of Photography Alex Ajayi entwickelte das Team einen visuellen Ansatz, der auf den Leitz Cine Hektor-Objektiven basiert und fließend zwischen Brennweiten von 18 mm bis 100 mm wechselt, um sich den unterschiedlichen Szenen anzupassen.
Neben speziellen Filmkameras kam für die gesamte Produktion auch die Leica SL3-S zum Einsatz, was eine nahtlose Postproduktion ermöglichte. Die Leica ZM 2 Monochrom am Handgelenk diente dabei als stilles Gegenstück, als Chronometer, der Zeit mit der gleichen Sorgfalt misst, mit der die Kamera Augenblicke für die Zukunft bewahrt.
Die Macht des Schwarzweißbildes
Die Leica ZM 2 Monochrom ist ein mechanischer, in Deutschland hergestellter Chronometer, der durch seine präzise Handwerkskunst und das durchdachte Design überzeugt. Das schwarze 41-mm-Gehäuse aus PVD beherbergt ein Handaufzugswerk, eine Drückerkrone mit einer Sekundenrücksetzfunktion und eine GMT-Funktion.
Genau wie Reclamation steht diese Uhr für einen monochromen Lebensstil, der sich durch Schlichtheit und Zurückhaltung auszeichnet. Trotz ihrer komplexen Bauweise ist die Armbanduhr einfach in der Bedienung und verzichtet auf überflüssige Funktionen, die verwaltet werden möchten oder vom Wesentlichen ablenken. Diese für selbstbewusstes Tragen konzipierte Uhr hält mühelos mit dem Tempo des Alltags Schritt. Sie ist ein Werkzeug, das die Zeit tiefgreifender zwischenmenschlicher Verbindungen einfängt.
„Ziel ist es, Ablenkungen zu reduzieren, damit man sich auf den Moment und sein Gegenüber konzentrieren kann.“
Brandon Ruffin
Über Brandon Ruffin
Brandon Ruffin (Ruff Draft) ist ein in Oakland ansässiger Künstler, der in mehreren Disziplinen tätig ist und in seinen Arbeiten die Schnittstellen zwischen Identität, Kultur und menschlichem Erleben erkundet. Mithilfe der physikalischen Eigenschaften des Kontrasts zwischen Licht und Farbe schafft Ruffin aufrüttelnde Erzählungen, die dem Betrachter einen Spiegel vorhalten sollen – und ihn dazu einladen, darüber zu reflektieren, wer er ist und wer er sein könnte.
Sein erster, 2025 erschienener Fotoband Migration Patterns (Setanta Books) wurde vom Smithsonian Magazine als einer der zehn wichtigsten Fotobände des Jahres geführt, was ihm eine bahnbrechende Einzelausstellung in der Leica Galerie in San Francisco im Jahr 2026 einbrachte. Auch die filmischen Arbeiten von Ruffin werden gefeiert: Sein Film Faded Requiem wurde bei den San Francisco International Film Awards in der Kategorie „Best Narrative Drama“ ausgezeichnet und er trug als leitende Regieassistenz zum preisgekrönten Kurzfilm Strength bei.
Im technischen Bereich betätigt sich Ruffin als Forscher für Computational Photography bei Google, wo er die Grenzen der künstlichen Intelligenz und des Maschinenlernens auslotet, um neue Wege für die traditionelle Fotografie zu erkunden. Sein Fachwissen trug wesentlich zur Entwicklung des Pixel 6, 7 und 8 bei, wobei Letzteres mit dem Titel „Bestes Smartphone“ bei den Global Mobile Awards ausgezeichnet wurde.
Doch Ruffin ist nicht nur prominenter Aufbauer von Communitys und Mitwirkender am Rolling Stone und an der The New York Times, sondern darüber hinaus auch Gründungsmitglied des OAKSPC (Oakland Street Photography Club) und des „Cameras and Coffee Club“. Er ist und bleibt eine Institution der Entwicklung des modernen, visuellen Geschichtenerzählens – ob durch seine Dozententätigkeiten im akademischen Bereich oder durch seine Workshops für Apple und VSCO.