Historisch relevante Kameras und Vintage-Kamerazubehör stehen im Mittelpunkt der Leitz Photographica Auction, deren 48. Ausgabe am 13. Juni in der Leica Welt in Wetzlar stattfindet. Zu den Highlights zählen unter anderem zwei speziell für die Reportage-Fotografie entwickelte Leica MP Kameras aus den 1950ern sowie ein Lumière Cinématographe aus dem späten 19. Jahrhundert – eines jener Geräte, die zur Aufnahme und Aufführung der weltweit ersten Kinofilme verwendet wurden. Bieterinnen und Bieter können live vor Ort, via Telefon oder online an der Versteigerung teilnehmen. Zusätzlich dazu richtet das Auktionshaus Leitz Photographica Auction von 13. Mai bis 14. Juni die separate, auf Online-Gebote beschränkte Versteigerung „Leitz ON“ aus, die ein breites Spektrum an Kameras, Kamera-Accessoires und Fotografien von den 1920ern bis heute anbietet.
Leitz ON
„Sämtliche Kameras, Objektive und sonstigen Fotografie-Utensilien, die uns Jahr für Jahr angeboten werden, in unsere Saalauktion aufzunehmen, ist aus Zeitgründen nicht möglich. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, zusätzlich eine reine Online-Versteigerung unter dem Titel ‚Leitz ON‘ auszurichten“, erklärt Alexander Sedlak, Geschäftsführer von Leitz Photographica Auction.
Von 13. Mai bis 14. Juni kann auf die „Leitz ON“-Lose geboten werden. „Die Schätzpreise rangieren von hohen dreistelligen bis zu niedrigen fünfstelligen Eurobeträgen“, so Alexander Sedlak. Extravagante Raritäten, auch aus dem hochpreisigen Segment, gebe es hingegen in der 48. Leitz Photographica Auction zu erstehen, die am 13. Juni in der Leica Welt in Wetzlar vonstatten geht. Gebote können live im Saal, am Telefon, aber ebenso online abgegeben werden.
Rarität in Schwarz(lack)
Eine der erwähnten Raritäten ist die Leica MP-33 in Schwarzlack. Mit einer Gesamtproduktion von lediglich 402 Exemplaren – davon nur 141 schwarz lackiert – zählt die „M Professional“ (MP) zu den seltensten je gefertigten Leica Kameras. Speziell für die Reportage-Fotografie entwickelt, geht ihr Konzept auf die Anregungen namhafter amerikanischer Pressefotografen wie Alfred Eisenstaedt und David Douglas Duncan zurück, die ihre M-Kameras mit den funktionalen Vorteilen des Leicavit-Schnellaufzugs kombinieren wollten, der zuvor ausschließlich für die Leica IIIf verfügbar war. Das hier angebotene Exemplar mit der Seriennummer MP-33 wurde am 29. Juli 1957 an den Leica Vertreter Brandt in Schweden ausgeliefert und wird zusammen mit einem passenden Leicavit in Schwarzlack sowie einem Summicron 2/5cm Objektiv (Nr. 1474885) in Schwarzlack mit Messingfassung angeboten.
Die Kamera des ersten Paparazzo
Auch die verchromten MP-Varianten – mit einer Produktionszahl von lediglich 261 Stück – erfreuen sich innerhalb der Sammlerszene enormer Beliebtheit. Ein besonders bemerkenswertes Exemplar mit herausragender Provenienz wird nun im Rahmen der 48. Leitz Photographica Auction präsentiert. Die Leica MP Nr. 368, ausgeliefert am 1. Januar 1958, ist als persönliches Arbeitsgerät von Tazio Secchiaroli dokumentiert. Bekannt wurde der Fotograf für seine dynamischen, ungestellten Aufnahmen berühmter Persönlichkeiten entlang der Via Veneto in Rom in den späten 1950er-Jahren. Secchiaroli prägte nicht nur den zeitgenössischen Fotojournalismus, er diente auch als Inspiration für eine – inzwischen legendäre – Figur in Federico Fellinis La Dolce Vita (1960). Der Name dieser Figur lautet „Paparazzo“ und ging schließlich als Bezeichnung einer neuen Strömung innerhalb der Reportage-Fotografie in die Geschichte ein.
Pionier der Bildstabilisierung
Auch historisch relevantes Kamerazubehör steht im Fokus der 48. Leitz Photographica Auction. Eines der seltensten und außergewöhnlichsten Geräte, die Leica je herstellte, ist in dieser Hinsicht das E. Leitz New York Leica Gun RIFLE. Inspiriert von Commander Attilio Gatti, einem renommierten Tierfotografen, sollte das RIFLE den Einsatz von Teleobjektiven erleichtern und verwackelte Bilder bestmöglich verhindern. Es fand daher nicht nur in der Wildtierfotografie, sondern vor allem in der Sportberichterstattung Anwendung. Die Angaben zur Gesamtstückzahl variieren, doch erscheint eine Produktion von lediglich 12 bis 14 Exemplaren des E. Leitz New York Gun RIFLE realistisch. Auffällig an ihnen ist unter anderem der besondere Sucher mit der Gravur „Patent Pending“.
Lumière Cinématographe Set
Ein Stück Kinogeschichte steht bei der kommenden Auktion mit dem Lumière Cinématographe Nr. 207 zum Verkauf. Von Auguste und Louis Lumière patentiert, war der Cinématographe das erste praxistaugliche Gerät, das Aufnahme, Druck und Projektion von Bewegtbildern in einem kompakten, handbetriebenen Mechanismus vereinte. Seine öffentliche Premiere feierte der Cinématographe am 28. Dezember 1895 im Salon Indien des Grand Café in Paris – diese erste kommerzielle Filmvorführung vor zahlendem Publikum gilt weithin als Geburtsstunde des Kinos. Welcher Cinématographe damals konkret verwendet wurde, ist nicht überliefert. Fest steht allerdings, dass sich das technisch ausgefeilte und zugleich leicht transportable Lumière-System rasch in Europa und darüber hinaus verbreitete und den Grundstein für die Etablierung von Bewegtbild als eigenständige Industrie legte.
Live vor Ort, schriftlich, online oder telefonisch
Die 48. Leitz Photographica Auction findet am 13. Juni ab 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit in der Leica Welt in Wetzlar (Hessen) statt. Gebote können vorab online (www.leitz-auction.com), schriftlich oder telefonisch eingereicht werden. Live-Gebote während der Auktion sind auf www.leitz-auction.com und www.liveauctioneers.com möglich.
Im Herbst organisiert das Auktionshaus Leitz Photographica Auction zwei weitere Versteigerungen. Am 9. Oktober findet die Fotografie-Auktion „Perspectives“ in der Leica Galerie Wien statt. Am 28. November folgt die 49. Leitz Photographica Auction, erneut in der Leica Welt in Wetzlar.
Über Leica Camera Classics
Das deutsche Traditionsunternehmen Leica Camera AG hat zwei Niederlassungen in Wien: Die Leica Camera Austria GmbH und die Leica Camera Classics GmbH. Letztere hat sich auf Vintage Kameras spezialisiert und stellt in ihrem Geschäft in der Westbahnstraße 40 zahlreiche historische Geräte aus. An diesem Standort befindet sich zudem das größte Ersatzteillager für historische Leica Kameras weltweit. Aufgrund dieses einzigartigen Bestands können die Techniker vor Ort historische Leicas nach höchsten Sammler-Ansprüchen prüfen und bei Bedarf restaurieren, bevor diese auktioniert werden.
Zweimal im Jahr – Mitte Juni und Ende November – organisiert Leica Camera Classics die Leitz Photographica Auction, die weltweit wichtigste Versteigerung von Vintage Kameras, die Bieter aus über 100 Ländern anzieht. Zudem werden im Online-Store der LCC permanent rund 5.000 Produkte angeboten.
Please find further information at:
Leica Camera AG
Global Corporate Communications
E-Mail: press@leica-camera.com
Press_Release_Leitz-Photographica-Auction-48.pdf
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Über Leica Camera
Die Leica Camera AG ist ein internationaler Premiumhersteller von Kameras, Objektiven und Sportoptikprodukten mit einer über 150-jährigen Unternehmensgeschichte. Im Zuge seiner Wachstumsstrategie hat das Unternehmen sein Geschäft auf Mobile Imaging (Smartphones) sowie die Fertigung hochwertiger Brillengläser und Uhren ausgeweitet und ist mit eigenen Projektoren im Heimkino-Segment vertreten.
Die Leica Camera AG mit Sitz in Wetzlar (Deutschland) und einem zweiten Produktionsstandort in Vila Nova de Famalicão (Portugal) verfügt über ein weltweites Netzwerk eigener Vertriebsgesellschaften mit über 120 Leica Stores.
Die Marke Leica steht für exzellente Qualität, deutsche Handwerkskunst und Industriedesign verbunden mit innovativen Technologien. Fester Bestandteil der Markenkultur ist die Förderung der Kultur der Fotografie mit weltweit rund 30 Leica Galerien, Leica Akademien sowie internationalen Auszeichnungen wie dem Leica Hall of Fame Award und dem Leica Oskar Barnack Award (LOBA).