Zum Sehen gemacht
Fotografieren war noch nie so einfach und so omnipräsent wie heute – und das großteils dank Smartphones. Viele Menschen greifen am häufigsten zum Smartphone, wenn sie etwas im Bild festhalten möchten. Diese leichte Verfügbarkeit, die zu den Stärken der Smartphone-Fotografie gehört, öffnet auch den Weg hin zu Fotografien, die zum Nachdenken anregen und das Geschehene nicht nur abbilden, sondern in Szene setzen.
Der in New York lebende Fotograf und Filmemacher Faizal Westcott ist von New York City nach Wetzlar (Deutschland) gereist, um selbst zu sehen, wie sich das iPhone mit der Leica LUX App und dem Grip immer mehr zum fotografischen Werkzeug entwickelt.
Die Disziplin der Bildkomposition
Wo ließe sich diese Spannung besser erproben als in New York City, wo neue Motive praktisch an jeder Straßenecke warten?
Für Westcott kommt es nicht immer darauf an, die Stadt und ihre Gedrungenheit als Ganzes zu erfassen. Er verkleinert das Sichtfeld oft mittels größerer Brennweiten zwischen 90 mm und 135 mm, mit denen er kleinere Details besser herausarbeitet. In Leica LUX erreicht er praktisch denselben Zweck mit den Einstellungen für den 4-fach und 8-fach Zoom. „Ich kann mich auf die kleineren Details konzentrieren und die Umgebung im Hintergrund verschmelzen, ohne dass sie abflacht“, erklärt er. „Dieser Ansatz gibt meine tatsächliche Sichtweise besser wieder, meinen, wie ich es nenne, abstrakteren, direkteren dokumentarischen Stil.“
Und doch sind starke Details allein nicht immer genug. Westcott lässt Motive oft an sich vorbeiziehen, wenn sie ihm zu eindimensional und oberflächlich erscheinen. Ein einzelnes interessantes Element, ohne etwas anderes, das den Blick einfangen könnte, ist nicht stark genug, um ein ganzes Bild zu tragen. Die Fotografien, die ihn begleiten, sind meist so vielschichtig, dass sie mehr als nur ein einziges Mal zum Betrachten einladen.
In seinen Abläufen geht es ihm nur selten darum, so schnell wie möglich zu reagieren. Stattdessen experimentiert er mit den visuellen Elementen im Sucher und wartet auf den richtigen Augenblick.
Solche Fotografien entfalten sich nicht einfach direkt vor Augen. Nur mit viel Geduld werden sie Wirklichkeit.
Faizal Westcott
Portabilität und Präsenz
Wetzlar ist ruhiger und beschaulicher, als seine Bedeutung es vermuten lassen würde. Für eine Stadt, die so zentral für die Geschichte von Leica ist, präsentiert sich Wetzlar nicht gerade als Bildmotiv. Es passiert weniger, auf das man reagieren könnte, und es gibt weniger augenfällige Motive, die um Aufmerksamkeit buhlen. Für Westcott war klar, dass solch eine Ruhe und Gelassenheit nach einer anderen Form von Fotografie verlangt. „Eine einfache Szene kann einen Ort am ehrlichsten und getreuesten wiedergeben“, betont er. In Wetzlar bot diese Einfachheit und Schlichtheit eine Möglichkeit, die Stadt für sich selbst sprechen zu lassen.
Genau hier nahm Oskar Barnack 1914 die ersten Fotografien mit der Ur-Leica auf: einer kompakten, tragbaren Kamera, die den Fotografen überallhin begleiten konnte. Diese Kamera holte die Kunst der Fotografie näher ans Leben und machte den Akt des Fotografierens zu einer spontaneren Handlung.
Nun fotografierte Westcott Wetzlar mit einem Gerät, das nahezu zum Inbegriff der Portabilität geworden ist. Die Leica LUX App und der Grip vereinen die unmittelbare Verfügbarkeit des iPhones und die Farbwiedergabe, den Bildcharakter und die taktile Bedienung von Leica zu einem Werkzeug, das eher wie eine Kamera anmutet. Der Unterschied ist ebenso physisch wie visuell.
Die Ergonomie gab mir die Haptik einer traditionelleren Kamera, und irgendwann hatte ich nicht mehr das Gefühl, ein Smartphone zu halten. Ich konnte mich völlig auf den Augenblick konzentrieren und die Dinge nicht nur sehen, sondern wahrnehmen.
Faizal Westcott
Das Bild als Urheberwerk
Für Westcott münden alle diese Entscheidungen letztlich in derselben Frage: ob das Aufgenommene sich authentisch als sein Bild anfühlt.
Dieses Gefühl der Urheberschaft entsteht nicht einfach über Nacht. „Den eigenen Ausdruck in der Fotografie zu finden, ist ein Marathon, kein Sprint“, stellt er klar. „Es kann Jahre dauern, in denen du experimentierst und immer weiter an deinen Fertigkeiten arbeitest, bis dir klar wird, was du wirklich sagen möchtest.“
Frühe Imitationen waren Teil dieses Prozesses, doch nur in gewissem Maße. „Irgendwann merkte ich, dass ich etwas nur deshalb tat, weil andere das so taten, nicht weil es sich für mich richtig anfühlte. Mein eigener Ausdruck ging dabei immer mehr verloren.“
Ausdruck ist kein fester Stil, den es zu wahren gilt. Ausdruck entwickelt sich als Art, die Veränderungen zu sehen.
Das Schöne an der Fotografie ist, dass du damit darstellst, wie du die Welt siehst. Und wie du die Welt sich im Laufe der Zeit verändern siehst.
Faizal Westcott
Die App für den ikonischen Leica Look
Leica LUX holt das fotografische Erlebnis mit Leica auf das iPhone. Die App ermöglicht Aufnahmen mit dem Bildcharakter klassischer Leica Objektive im Verbund mit den unverkennbaren Bild- und Filmprofilen. Der Grip verleiht dem iPhone eine ausgewogenere Handhabung und macht die Bildkomposition taktiler und stärker kontrolliert.
Über Faizal Westcott
Faizal Westcott ist ein indonesisch-amerikanischer Fotograf und Filmemacher aus New York City. Er ist bekannt für seine Straßenfotografie, in der er dokumentarischen Instinkt mit einem Sinn fürs Abstrakte kombiniert. Seine Aufnahmen und Reisen teilt er mit einem stetig wachsenden Publikum auf YouTube.