Fred Stein: Stadt. Leben. Porträt
Wetzlar, 30. April 2026

Biografie:
Alfred „Fred“ Stein wurde am 3. Juli 1909 als Sohn eines Rabbiners in Dresden geboren. Sein Vater starb, als Stein sechs Jahre alt war. Seine Mutter förderte seine kulturellen Interessen. Politisch stark engagiert, wurde er mit 16 Jahren Mitglied der Sozialistischen Arbeiter-Jugend. Studium der Rechtswissenschaft in Heidelberg, München und Berlin. 1930 erste juristische Staatsprüfung an der Universität Leipzig. Am 30. Juni 1933 wurde er aus antisemitischen Gründen aus dem Justizdienst entlassen und nicht mehr zum zweiten Staatsexamen zugelassen. Im August 1933 Heirat mit Liselotte „Lilo“ Salzburg (1910–1997). Ihr gegenseitiges Hochzeitsgeschenk war eine Leica I. Anfang Oktober Flucht aus Deutschland, 1934 Eröffnung des Studio Stein in Paris. Als Porträt- und Pressefotograf arbeitete er für die deutsche Exilpresse, französische Zeitungen und Zeitschriften sowie die kommunistische und jüdische Presse. Lilo Stein unterstützte ihn in allen geschäftlichen und technischen Aufgaben. Das Ehepaar war Teil des Pariser Netzwerks aus emigrierten Schriftstellern, Künstlern und Intellektuellen. Gerda Taro lebte zeitweise als Untermieterin bei ihnen, Robert Capa nutzte die Dunkelkammer der Steins. 1938 Geburt der Tochter Ruth. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs musste sich der Fotograf am 5. September 1939 als „feindlicher Ausländer“ bei den französischen Behörden melden und wurde zehn Monate in Internierungs- und Arbeitslagern inhaftiert. Nach seiner Flucht aus dem Lager traf er seine Familie 1940 in Toulouse wieder. Lilo Stein konnte einen Koffer voller Negative und Abzüge aus Paris retten. Am 6. Mai 1941 Emigration in die USA, am 13. Juni Ankunft in New York City. Stein wurde für vier Jahre Mitglied der Fotografenvereinigung Photo League. 1943 Geburt des Sohns Peter. Veröffentlichungen in verschiedenen Zeitungen und Magazinen, 1946 erste Ausstellung in der Tribüne für freie deutsche Literatur und Kunst, New York. 1947 Veröffentlichung des Bildbands „5th Avenue“ bei Pantheon Books, New York. 1952 Verleihung der amerikanischen Staatsbürgerschaft. 1957 Eintritt in die American Society of Magazine Photographers. 1958 erste Deutschlandreise und Beginn der Zusammenarbeit mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Am 27. September 1967 starb Fred Stein nach kurzer Krankheit in New York. Sein Archiv wird von seinem Sohn, Peter Stein, gepflegt. 

www.fredstein.com

Weiteres Zitat:
„Eine Person vollständig zu erfassen, geschieht nicht nur über die äußere Identität, sondern wird erst durch ein sichtbares Zeichen von Individualität vollkommen und überzeugend. Darum achtet der Fotograf auf Haltung, Gebärde und Ausdruck und drückt in dem kritischen Moment den Auslöser, in dem all diese Zeichen verschmelzen, um die innere Persönlichkeit zu beschreiben.“

 

Für weitere Informationen:

Leica Camera AG 
Oliver Claas
Pressesprecher
Telefon +49 175 622 8925
Oliver.Claas@leica-camera.com

PM-Fred_Stein_Leica_Galerie_Wetzlar.pdf

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Über Leica Camera

Die Leica Camera AG ist ein internationaler Premiumhersteller von Kameras, Objektiven und Sportoptikprodukten mit einer über 150-jährigen Unternehmensgeschichte. Im Zuge seiner Wachstumsstrategie hat das Unternehmen sein Geschäft auf Mobile Imaging (Smartphones) sowie die Fertigung hochwertiger Brillengläser und Uhren ausgeweitet und ist mit eigenen Projektoren im Heimkino-Segment vertreten.   

Die Leica Camera AG mit Sitz in Wetzlar (Deutschland) und einem zweiten Produktionsstandort in Vila Nova de Famalicão (Portugal) verfügt über ein weltweites Netzwerk eigener Vertriebsgesellschaften mit über 120 Leica Stores. 

Die Marke Leica steht für exzellente Qualität, deutsche Handwerkskunst und Industriedesign verbunden mit innovativen Technologien. Fester Bestandteil der Markenkultur ist die Förderung der Kultur der Fotografie mit weltweit rund 30 Leica Galerien, Leica Akademien sowie internationalen Auszeichnungen wie dem Leica Hall of Fame Award und dem Leica Oskar Barnack Award (LOBA).