Leben in Bewegung
Timing is Everything
Nur eine feine Grenze trennt das Beobachten eines Moments und das Teil-Sein von ihm. Genau in dieser Flüchtigkeit bewegt sich seine Arbeit. „Ob bei Tanz-, Mode- oder Lifestyle-Aufnahmen:
Ich warte nicht darauf, dass etwas geschieht, sondern bewege mich mit dem Geschehen und erfasse Rhythmus, Emotion und Energie in Echtzeit.“
„Die aussagekräftigsten Bilder entstehen häufig in den Zwischenräumen: in Übergängen, in Sekunden kurz vor oder nach dem eigentlichen Ereignis. Bewegung lässt sich letztlich auch als Strecke zwischen zwei Punkten beschreiben.“
Im Tanz ist Timing alles. Man reagiert nicht – man antizipiert. Man spürt die Bewegung, bevor sie sich vollständig entfaltet. Die Gewichtsverlagerung. Die Absicht hinter einer Geste. Den Aufbau der Energie. Im Kern ist Fotografie nicht anders.
Es geht nicht darum, festzuhalten, was bereits sichtbar ist. Es geht darum, zu erkennen, was im nächsten Augenblick sichtbar werden wird. Für mich war dieses Verständnis nie nur Theorie. Es ist körperlich. Entstanden durch Jahre der Bewegung, der Wiederholung und der Präsenz.
Die Essenz liegt nicht darin festzuhalten, was bereits sichtbar ist. Es geht darum, zu erkennen,
was im nächsten Augenblick sichtbar werden wird.
Für Raphael ist Fotografie nicht nur das Festhalten eines Motivs, sondern vielmehr das Erkennen des Moments, in dem Spannung und Emotion ihren Höhepunkt erreichen. Er findet eine Kreativität darin, Bewegung zu antizipieren statt auf sie zu reagieren, und schätzt den gesamten Prozess von der ersten Idee bis zum fertigen Bild. Aus seiner Sicht liegt der Schlüssel zu jedem guten Bild im Verständnis für Timing – etwas, das er nicht aus der Theorie, sondern körperlich aus dem Tanz gelernt hat.
Zwischen dem Beobachten eines Moments und dem Teil davon zu sein, verläuft oft nur eine feine Grenze. So entstehen Bilder, die unmittelbar wirken und zugleich bewusst gestaltet sind. Keine inszenierten Augenblicke, sondern erkannte. Denn die stärksten Bilder entstehen oft dazwischen: in den Übergängen, im Beinahe, in den Sekunden kurz davor oder danach.
Am Ende ist Bewegung immer auch das, was zwischen zwei Punkten geschieht. - Raphael Mittendorfer
Ich war nie zufrieden mit dem letzten Bild. Genau diese Unruhe treibt mich an - immer weiter, zur nächsten Geschichte, zum nächsten Moment, der es wert ist, erzählt zu werden.
Verlängerung des eigenen Blicks
Im Tanz hat man oft nur ein einziges Bild, um die ganze Geschichte zu erzählen – und genau dafür ist die SL3-P gebaut. Ihr neues Hybrid-Autofokussystem ist auch in dynamischen Szenen stabil. Bei bis zu 40 Bildern pro Sekunde mit voller Autofokusunterstützung und 819 Phasen-Autofokusfeldern entgeht mir selbst im schnellsten Moment nichts.
Der neue 44-Megapixel-BSI-Sensor der SL3-P liefert bis zu 14 Blendenstufen Dynamikumfang bei einem ISO-Bereich von 50 bis 200.000 und behält auch bei schwierigem Licht seine Ruhe.
Für Raphael muss eine Kamera in den Hintergrund treten. Kein Widerstand. Kein Zögern. Kein Abstand zwischen Wahrnehmung und Handlung. Genau hier trifft Leica meine Art zu arbeiten. Die Klarheit des Designs, die Präzision und die Konzentration auf das Wesentliche ermöglichen es mir, ganz im Moment zu sein. Dem Augenblick zu vertrauen. Und intuitiv zu reagieren – ohne nachzudenken.
Die Kamera erzeugt das Bild letztlich nicht selbst - sie ermöglicht es, im entscheidenden Moment vorbereitet zu sein. - Raphael Mittendorfer.
Jedes Set, jede Bühne, jedes neue Gesicht vor meiner Kamera lehrt mich etwas, das ich vorher nicht wusste. Das ist der eigentliche Sinn dieser Arbeit.
Von der robusten Metallkonstruktion und der beeindruckenden Bildqualität bis hin zur Auswahl moderner SL-Objektive und des legendären M-Glases – ich kann die besten Werkzeuge wählen, um genau die Geschichten zu erzählen, die ich erzählen möchte. Denn am Ende erschafft nicht die Kamera das Bild. Sie ermöglicht es dir lediglich, im entscheidenden Moment bereit zu sein.
Flüchtige Augenblicke besitzen eine besondere Ehrlichkeit.
Sie warten nicht. Sie wiederholen sich nicht.
Sie verlangen von dir, ganz im Moment präsent zu sein.
Und wenn du es bist – selbst nur für den Bruchteil einer Sekunde –, offenbaren sie etwas Echtes.
Genau danach suche ich. Jedes Mal, wenn ich eine Kamera in die Hand nehme.
Über Raphael Mittendorfer
Raphael Mittendorfer ist ein in Wien lebender österreichischer Fotograf, dessen Werk
Tanz-, Porträt-, Mode- und Lifestyle-Fotografie umfasst und von über zwei Jahrzehnten
Erfahrung als Tänzer geprägt ist.
Aus seiner Leidenschaft für Bewegung hat sich mit der Zeit die Fotografie entwickelt und zu seinem aktuellen Beruf geführt. Raphael Mittendorfers Arbeit entsteht zwischen dem Beobachten eines Augenblickes
und dem Teil davon zu sein. Er folgt dem Rhythmus und der Energie des Moments und
liefert eine persönliche Sichtweise auf Tanzfotografie. Im Vordergrund steht immer die
Frage, wie man einen flüchtigen Moment einfängt und unvergänglich macht.
Seine Bildsprache basiert auf Antizipation: Er hält Momente an dem Punkt fest, an dem
Spannung und Emotion ihren Höhepunkt erreichen. Sein Hintergrund im Breakdance
vermittelt ihm ein Gespür für Rhythmus, das flüchtige Bewegung in unmittelbar und
bewusst komponiert wirkende Bilder übersetzt.
Ob Bühne, redaktionelle Produktion oder reale Umgebung – im Zentrum seiner Arbeit
steht stets das Ziel, das sichtbar zu machen, was unter der Oberfläche liegt.