Wilfried K. Hedenborg: Resonanz. Wenn Klang zum Bild wird
Die Ausstellung „Resonanz. Wenn Klang zum Bild wird“ in der Leica Galerie Wien zeigt einen besonderen Blick: Wilfried K. Hedenborg ist als Geiger sowohl solistisch, kammermusikalisch, als auch als Mitglied des Orchesters der Wiener Staatsoper und den Wiener Philharmonikern tätig und bildet in seiner Fotografie seinen persönlichen Zugang zur Musik und dem Leben im Orchester ab. Aus der Mitte des Orchesters heraus hält er künstlerische Prozesse fest und führt so nicht nur die spezifischen Qualitäten beider Künste zusammen, sondern gewährt Einblick in eine Welt, geprägt von gegenseitigem Vertrauen und hoher Sensibilität, welche Musik, eine Sprache ohne Grenzen, zum Erklingen bringt.
Die Fotografien von Wilfried K. Hedenborg spiegeln seinen persönlichen Zugang zur Musik und der Arbeit im Orchester wider, das er mit Geige und Kamera bei Konzerten, Proben und hinter den Kulissen begleitet. In seinen Bildern hält er künstlerische Prozesse fest und führt so die spezifischen Qualitäten von Fotografie und Musik zusammen. „Die Kamera wird dabei zur Verlängerung des Auges, so wie Violine und Bogen zur Verlängerung von Arm und Hand werden“, so Hedenborg.
Seine einzigartige Perspektive als Mitglied und Erste Geige im Orchester der Wiener Staatsoper und im Verein der Wiener Philharmoniker ermöglicht intime Einblicke in einen Kosmos, der sonst nur aus der Ferne erlebbar und der von gegenseitigem Vertrauen und hoher Sensibilität geprägt ist. In den Fotografien zeigt sich, dass im gemeinsamen Musizieren eine besondere Art der Kommunikation entsteht, jenseits von Worten, durch Atmung, Gesten, Blickkontakt und das gemeinsame Formen musikalischer Bögen. Ebenso wird die spezielle Verbindung zu den jeweiligen Maestri – so etwa Tugan Sokhiev, Franz Welser-Möst und Seiji Ozawa – als ko-kreative Partnerschaft deutlich und der Prozess der Interpretation musikalischer Welten spürbar.
Aus einer Musikerfamilie stammend, war Musik von Beginn an der zentrale Bezugspunkt im Leben von Wilfried K. Hedenborg. Der Weg führte vom ersten Violinunterricht beim Vater über das Studium am Mozarteum Salzburg und am Konservatorium der Stadt Wien schließlich an die Wiener Staatsoper und zu den Wiener Philharmonikern. Inmitten dieses musikalischen Umfelds entwickelte sich während der Studienjahre eine zweite künstlerische Sprache: die Fotografie. Bei seiner Arbeit begleiten Hedenborg mittlerweile gleich mehrere Leica Kameras, unter anderem eine „sehr geliebte M3 aus dem Jahr 1955, dem Jahr der Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper“, die ihm vom Vater eines engen Freundes vermachte wurde. Die Kameras dienten zunächst als Dokumentationsmittel am Rande, dann als stille Instrumente in den Pausen, bis sie schließlich Teil des beruflichen Alltags wurden.
Ausstellungsdauer: 8. Mai 2026 – 30. Mai 2026
Öffnungszeiten: Montag – Samstag, 10:00 Uhr – 18:00 Uhr
Eröffnung: Donnerstag, 7. Mai, 18:30 Uhr, Anmeldung erforderlich!
Artist Talk mit Wilfried K. Hedenborg: Dienstag, 19. Mai 2026, 18:30 Uhr, Anmeldung erforderlich!
Leica Classic Day: Mittwoch, 27. Mai 2026, ab 13:00 Uhr, Anmeldung und Programm hier.