“Mein Ansatz war schon immer, Ordnung ins Chaos zu bringen.”
So sehe ich: Street-Fotografie
Eolo Perfido ist ein italienischer Street-Fotograf, der in Tokio die perfekte Bühne für seine Art des Sehens findet. Die Stadt ist ständig in Bewegung und von unendlicher Vielfalt. Für Eolo ist die Straße ein Ort der Unordnung, aus der sich klare Kompositionen formen lassen. Oft genügt eine einzelne Person, um ihre Umgebung ins Gleichgewicht zu bringen.
Seine Fotografie ist für ihn ein Weg, den Menschen besser zu verstehen. Mit großer Aufmerksamkeit beobachtet er Gesten, Licht und Emotionen und sucht nach jenen kleinen Momenten, die etwas Tieferes über das menschliche Dasein offenbaren.
Diese Story ist Teil unserer „Tokyo-Street“-Reihe. Melden Sie sich für unseren Newsletter an und entdecken Sie weitere Fotografinnen und Fotografen dieser Serie.
Street-Fotografie zeigt, wer du bist
Eolo beschreibt Street-Fotografie oft als eine Art Fingerabdruck des Fotografen. Gibt man jemanden eine Kamera und schickt ihn auf die Straße, zeigen sich schnell seine Instinkte. Gerade dort, wo sich nichts vollständig kontrollieren lässt.
Die Straße lässt kaum Raum, sich zu verstecken. Stil, Timing, Aufmerksamkeit und auch Misserfolge werden sichtbar. Genau das macht dieses Medium so ehrlich. Ein guter Street-Fotograf ist nicht jemand, der keine Fehler macht, sondern jemand, der etwas seltener scheitert und lernt, sich im Rhythmus der Straße zu bewegen.
Entscheidend ist nicht, eine Szene zu kontrollieren, sondern lange genug Teil von ihr zu werden, um zu erkennen, wann für einen kurzen Augenblick alles zusammenpasst.
Street-Fotografie hat mich gelehrt, dass sich eine Umgebung nicht kontrollieren lässt. Man muss Teil ihres Rhythmus werden.
Eolo Perfido
Eine Stadt, Unzählige Welten
Tokio ist eine Stadt, in der unterschiedlichste Welten selbstverständlich nebeneinander existieren. Zeitgenössische Architektur trifft auf historische Straßenzüge, intensive Dynamik auf überraschende Momente der Stille.
Was ihn besonders fasziniert, ist der Kontrast zwischen kollektivem Rhythmus und privater Zurückgezogenheit. Millionen Menschen bewegen sich synchron und doch scheint jeder Einzelne in seine eigene Welt versunken zu sein. Diese emotionale Distanz inmitten solch physischer Dichte verleiht der Stadt ihre unverwechselbare Energie.
Tokio wird nicht allein durch sein Tempo definiert. Es ist die fragile menschliche Präsenz, die den Charakter der Stadt prägt.
Mein Ansatz war es schon immer, Ordnung ins Chaos zu bringen.
Eolo Perfido
Über Eolo
Eolo Perfido ist ein italienischer Porträtfotograf und Creative Director mit Sitz in Rom. Seine Arbeit reicht von Porträt- und Werbefotografie über Street-Fotografie bis hin zu Lehrtätigkeit und freien künstlerischen Projekten. Als zertifizierter Leica Fotograf und Dozent der Leica Akademie ist er zudem eng mit Leica verbunden.
Seine Laufbahn begann in der kommerziellen Fotografie. Mit der Zeit wurde die Street-Fotografie zu einem festen Bestandteil seiner fotografischen Sprache. Die Erfahrungen von der Straße prägen seither all seine Arbeiten und beeinflussen seine Herangehensweise an die Porträtfotografie, in jeder Umgebung.
Im Mittelpunkt stehen für Eolo Perfido die Menschen. Der bedeutsamste Moment beginnt oft mit einem Blickkontakt: jener kurze Augenblick, in dem jemand ihn ansieht, sich sicher fühlt und die Aufnahme zulässt.
Eolo's Ausrüstung
Werkzeuge für jede fotografische Situation
Eolos professionelle Arbeit ist fest mit Leica verbunden, jedoch legt er sich nicht auf nur eine Art zu fotografieren fest. Im Studio und vor Ort setzt er bei anspruchsvollen Aufträgen, die Präzision und Flexibilität gleichermaßen verlangen, auf das Leica SL-System mit der Leica SL3 und der Leica SL3-P.
Auf der Straße folgt er seiner Intuition. Die Leica Q3 ermöglicht es ihm, spontan auf flüchtige Momente zu reagieren, während die Leica M EV1 einen bewussteren Blick fördert. Mit den Weitwinkelobjektiven des M-Systems bleibt er nah am Geschehen und komponiert seine Bilder mit Klarheit und Struktur.
Jede Kamera hat ihre eigene Aufgabe. Das SL-System unterstützt ihn bei seiner Porträt- und Auftragsfotografie. Die Leica Q3 hält ihn auf der Straße reaktionsschnell und das M-System eröffnet ihm einen intimeren Zugang zur Bildgestaltung.
Das M-Erlebnis: neu eröffnet durch die M EV1
Die Leica M ist seit langem Teil von Eolo Perfidos persönlicher Arbeit. Mit der Leica M EV1 verändert sich nun, wie weit er das M-System in sein professionelles Umfeld tragen kann. Was früher vor allem freien Projekten vorbehalten war, lässt sich heute ebenso selbstverständlich bei komplexen Aufträgen in der Porträt-, Editorial- und Werbefotografie einsetzen.
Mit der M EV1 sieht er das fertige Bild schon vor dem Auslösen. Belichtung, Schärfentiefe, Licht und Bildwirkung werden über den integrierten elektronischen Sucher in Echtzeit sichtbar. Für jemanden, der unter Zeitdruck arbeitet, schafft diese Rückmeldung Sicherheit und bewahrt zugleich die Freude am unverwechselbaren Fotografieren mit dem M-System.
Focus Peaking und die sofortige Vergrößerung erleichtern das präzise Fokussieren, besonders bei offener Blende oder längeren Brennweiten. So legt er die Schärfe nicht einfach auf ein Gesicht, sondern platziert sie exakt dort, wo sie die größte Wirkung entfaltet, auf dem Auge oder sogar auf dem Lichtreflex darin.
Ich sehe immer genau den Bildausschnitt und die Bildwirkung.
Eolo Perfido
M-Kameras: Der Inbegriff von Street Photography
Die Leica M gilt seit Langem als die Street-Photography-Kamera schlechthin. Sie ist weit mehr als nur ein Apparat, der Fotos aufnimmt – sie wurde geschaffen, um den Blick zu schärfen. Die manuelle Bedienung, das schlichte Design und die Größe der Kamera ermöglichen intuitive Aufnahmen. So können sich Fotografen auf Ihre Umgebung konzentrieren und sich darin ganz natürlich bewegen. Über Jahrzehnte sind M-Kameras zum Inbegriff von Street Photography geworden. Sie erlauben es Ihnen, Momente so greifbar festzuhalten, wie kaum eine andere Kamera.