Phil Penman - das neue Noctilux 35mm
„Es ist magisch.“
Die f/1.2-Blende erzeugt einen eindrucksvollen Kontrast zwischen Schärfe und Unschärfe. Das Bokeh ist weich, tief und fast malerisch. „Man kann sich auf ein einzelnes Detail konzentrieren – alles andere tritt in den Hintergrund.“
„Es ist deutlich leichter und kompakter, als ich erwartet habe. Ehrlich gesagt ist es sogar noch besser, als ich gedacht hätte.“
Phil Penman
Die Welt des Phil Penman
Penman liebt diese frühen Stunden. Den Moment, bevor die Stadt laut wird. «Das ist genau meine Stimmung», sagt er. Nebel, wenig Licht, eine fast mystische Ruhe – hier entstehen seine Bilder. Nicht geplant, nicht inszeniert. Er läuft. Beobachtet. Wartet.
«Ich sehe eine Story, wo andere einfach vorbeilaufen.»
In Biel/Bienne, bei dichtem Nebel, hat er das neue Noctilux 35mm f/1.2 erstmals intensiv eingesetzt. «Mit diesem Objektiv kann ich bei noch weniger Licht fotografieren, ohne Kompromisse bei der Qualität. Im Gegenteil – es ist unglaublich, was es herausholt. Die letzten Tage hier, mit viel Nebel und schwachem Januarlicht, waren einfach wunderschön.» Diese frühen Morgenstunden sind sein kreativer Raum. Kein Lärm. Kein Druck. Nur Konzentration. Nur Flow.
Das neue Noctilux 35mm f/1.2
«Ich habe genau auf dieses Objektiv gewartet und immer wieder mit Leica darüber gesprochen. Jetzt ist es da – und es ist genau das, was es gebraucht hat.» Überrascht hat ihn vor allem die Kompaktheit. «Es ist viel leichter und kleiner, als ich erwartet habe. Ehrlich – es ist sogar besser, als ich dachte.» Die offene Blende f/1.2 erzeugt einen markanten Kontrast zwischen Schärfe und Unschärfe. Motive lassen sich präzise vom Hintergrund trennen, das Bokeh wirkt weich, tief und ruhig. «Du kannst dich auf ein einziges Detail konzentrieren – der Rest wird sanft verschwommen. Auf diese Weise habe ich das noch nie erlebt. Das ist magisch. Ich arbeite viel mit Bokeh, vor allem bei Porträts.»
Die Jungfrau Region
Diese Bildwirkung zeigt sich besonders eindrucksvoll in den Hochkontrast-Aufnahmen aus der Jungfrau-Region. Schnee, Berge und Licht treffen hier hart aufeinander, ohne dass die Bilder ihre Balance verlieren. «In der Jungfrau-Region hast du extreme Kontraste», sagt Penman. «Genau dort zeigt sich, wie gut das Noctilux 35mm f/1.2 mit Licht und Zeichnung umgeht – das ist beeindruckend.» Auch die Porträt-Serie zeigt die Stärken des Objektivs. Das Gesicht tritt klar hervor, feine Details bleiben erhalten, während der Hintergrund ruhig zurücktritt. «Der Charakter einer Person wird stärker sichtbar, wenn nichts ablenkt», erklärt Penman. Der neue Nahfokus erweitert diese Möglichkeiten zusätzlich. «Fast Macro – dass Leica das auf diese Linse gebracht hat, ist Wahnsinn. Für mich ist das ein echter Gamechanger.»
Die beste Version des 35mm
Das 35mm-Objektiv ist für Phil Penman eine bewusste Entscheidung. «35mm war schon immer mein Lieblingsobjektiv, seit ich mit Leica fotografiere. Und das Noctilux 35mm f/1.2 ist mit Abstand die beste Version eines 35mm.» Während viele Fotografen auf andere Formate setzen, geht er bewusst den eigenen Weg. «Ich mache gerne das Gegenteil von dem, was mir andere sagen», sagt er mit einem Lächeln. Street, Porträt oder Landschaft – das Noctilux funktioniert für ihn in allen Disziplinen. «Man kann es für jede Art von Fotografie einsetzen, es überzeugt überall. Ich bin sicher, dass dieses Objektiv bei Fotografen aus allen Sparten sehr beliebt sein wird. Leica hat hier einmal mehr alles richtig gemacht.»
Im Vergleich zu seinem älteren Summilux 35mm – für ihn der frühere «King of Bokeh» – eröffnet das Noctilux 35mm f/1.2 eine neue Dimension: «Der grösste Unterschied liegt im Low-Light-Bereich. Und es hat deutlich mehr Charakter.» Für Penman ist klar: «Das wird mein konstantestes Objektiv. Eine 35mm habe ich sowieso immer dabei – jetzt ist klar, welches meine neue Nummer eins ist.»
Schwarzweiss, Farbe – und der richtige Moment
Phil Penman ist bekannt für seine Schwarzweiss-Fotografie. Und das aus Überzeugung.
«Ich liebe es, die Welt in Schwarzweiss zu dokumentieren. Es ist reduziert, voller Charakter, nichts lenkt ab.» Aktuell arbeitet er vor allem mit der Leica M11 Monochrom und der M EV1. «Ich denke, die EVF1 ist eine der besten Kameras überhaupt – zusammen mit dem neuen Noctilux passt das unglaublich gut. Aber klar: Man muss auch präzise arbeiten.»
Was viele nicht wissen: Penman fotografiert auch viel in Farbe. «Ich mache deutlich mehr Farbbilder, als man denkt – ich zeige sie einfach selten. Ich will meinen eigenen Farb-Stil finden. Das reizt mich. Trotzdem bleibt Schwarzweiss meine Priorität. Das ist meine Welt.»
Penman im Flow
Und diese Welt ist derzeit stark in Bewegung. Phil Penman ist ein sehr gefragter Fotograf. Ausstellungen und Workshops auf der ganzen Welt stehen an. «Ich werde dieses Jahr während gut 130 Tagen unterwegs sein.» Zuvor aber nutzt er die Zeit in der Schweiz – die frühen Morgenstunden im Nebel, unterwegs auf der Suche nach neuen, ikonischen Bildern. «Ich bin sehr glücklich, dass die Leute meine Arbeit mögen. Das ist nicht selbstverständlich. Und ich bin jeden Tag dankbar dafür.»
Phil Penman ist ein britischer Street-Fotograf mit Sitz in New York. Seit über zwei Jahrzehnten dokumentiert er das urbane Leben grosser Metropolen, insbesondere New York, mit einem starken Fokus auf Schwarzweiss-Fotografie. Seine Arbeiten wurden weltweit publiziert und ausgestellt; mehrere Fotobücher machen ihn zu einer prägenden Stimme der zeitgenössischen Street-Fotografie.