„Schönheit existiert überall und zu jeder Zeit.“
So sehe ich: das Außergewöhnliche im Gewöhnlichen
Den in London lebenden Street-Fotografen Alan Schaller zieht es für seine Arbeit immer wieder nach Tokio. In den Straßen der Metropole sucht er nach jenen Momenten, in denen sich im Alltag etwas Unerwartetes zeigt. Alan fotografiert ausschließlich in Schwarz-Weiß und ist fasziniert von Licht, Schatten und den feinen Details, die eine gewöhnliche Szene transformieren. Seine Arbeit wird von der Überzeugung getragen, dass Schönheit und kreative Möglichkeiten an jedem Ort existieren.
Subscribe to our newsletter and don’t miss a moment of the Leica M-System. Discover new products, inspiring works and stories that can only be told with an M.
Eine Sprache aus Licht und Schatten
Alans Fotografie lebt im Monochromen, umfasst aber zugleich viele Stimmungen. Von der Street-Fotografie über Fine Art und Porträts bis hin zu abstrakten Bildwelten sind seine Aufnahmen von Kontrasten, Negativraum und einem leisen Hauch von Surrealismus geprägt. Dabei bleibt der Mensch stets im Mittelpunkt, selbst wenn er nur einen kleinen Teil des Bildes einnimmt.
Manche Bilder verlangen Schnelligkeit. Andere Geduld. Alan reagiert auf den Moment und folgt dem Rhythmus der Straße. So nutzt er das Alltägliche als Experimentierfeld und zeigt, dass in jeder Szene mehr verborgen liegt.
„Schwarz-Weiß, abstrakt, surrealistisch und humanistisch. So würde ich meine Fotografie beschreiben.“
Alan Schaller
Weite Winkel und fokussierte Stille
Seine fotografische Perspektive hat sich im Laufe der Zeit verändert. Zu Beginn arbeitete Alan häufig nah an den Menschen, meist mit einem 50-mm-Objektiv und mit Fokus auf Ausdruck und Street-Porträts. Mit der Zeit rückten Architektur und Geometrie stärker in den Mittelpunkt seiner Erzählweise. Er wählte zunehmend weitere Bildwinkel, bis das 24-mm-Objektiv zu seiner bevorzugten Brennweite wurde.
In Tokio wirkt diese weite Perspektive vollkommen natürlich. U-Bahn-Stationen, unterirdische Passagen, Kreuzungen und alltägliche Straßenzüge werden zu Bühnen, auf denen Licht, Raum und Mensch die gleiche Priorität genießen. Selbst an belebten Orten sucht Alan Klarheit. Indem er einzelne Figuren oder kleine Gruppen isoliert und das Chaos reduziert, lenkt er den Blick des Betrachters intuitiv auf das Wesentliche.
„Ich versuche, den Menschen mit seiner Umgebung zu verbinden.“
Alan Schaller
Über Alan
Alan Schaller ist ein in London lebender Fotograf, dessen Arbeiten zu prägenden Referenzen der zeitgenössischen Schwarz-Weiß-Street-Fotografie zählen. Seine Bilder entstehen vor allem im urbanen Raum und zeichnen sich durch starke Kontraste, grafische Kompositionen und einen präzisen Blick für Licht und Form aus. Alan Schallers Arbeiten werden international ausgestellt, vielfach publiziert und entstehen regelmäßig in Zusammenarbeit mit kulturellen Institutionen, Marken und Magazinen.
Neben seiner künstlerischen Tätigkeit engagiert sich Alan maßgeblich für den Aufbau globaler Fotografie-Gemeinschaften. Er ist Mitbegründer von „Street Photography International“ sowie Gründer von „Irys“, einer fotobasierten Social-Media-Plattform, die Fotografinnen und Fotografen unterstützt, echte Verbindungen fördert und neue Möglichkeiten über den digitalen Feed hinausschafft.
Alans Ausrüstung
Einfache Werkzeuge, volle Kontrolle
Als leidenschaftlicher M-Fotograf setzt Alan auf Einfachheit und Kontrolle. Meist arbeitet er mit nur einem Kamera-Body und ein bis zwei Objektiven. Vorzugsweise nutzt er eine 24-mm-Optik, um Geometrie, Architektur und menschliche Präsenz zu einer Einheit zu verschmelzen. Andere Brennweiten hat er für gezielte Einsätze stets griffbereit. Manueller Fokus, Zonenfokussierung und Aufnahmen aus der Hüfte heraus machen ihn schnell, da jede Entscheidung bei ihm bleibt. Die physischen Bedienelemente und die Schärfentiefenskala halten den Prozess unmittelbar und jedes Bild ist bewusst gestaltet.
„Viele verstehen die M falsch. Sie halten sie für eine langsame Kamera. Dabei empfinde ich alle anderen Kameras als langsam.“
Alan Schaller