Fred Mortagne – Textur. Material. Kontrast.
Das Gehirn lernt, anders zu denken, als wenn Farbe das Ziel ist. Man konzentriert sich stärker auf Texturen, Materialien und Kontraste.
Fred Mortagne
Biarritz, Genf, Lyon und sogar Wien. Fred Mortagne war mit dem neuesten Mitglied der Q-Reihe unterwegs. Ein Vorabtest, durchgeführt von diesem anspruchsvollen Profifotografen und renommierten Schwarzweiß-Spezialisten. Nach seiner Rückkehr ein Überblick.
Eklektisch, weil er sich der Fotografie ohne Scheuklappen nähert. Reich und vielschichtig, weil sie von Leidenschaft getragen ist. So richtet sich Fred Mortagnes fotografische Arbeit gleichermaßen auf Menschen – erfahrene Athleten ebenso wie zufällige Passanten in den Straßen einer Metropole – wie auf urbane Architektur. Eine solche Vielfalt an Ansätzen und Situationen verlangt nach einem ebenso vielseitigen Werkzeug. Welche bessere Gelegenheit also, die neue Leica Q3 Monochrom auf die Probe zu stellen?
Ein Sensor, der schlicht aussergewöhnlich ist
Die Q-Reihe kenne ich bereits sehr gut, da ich regelmässig mit der Q2 arbeite – neben einer SL und einer M6, um nur einige meiner Leicas zu nennen. Ich schätze ihre Kompaktheit, die robuste Bauweise und die bewährte Ergonomie. Mit der Q3 Monochrom habe ich einen Sensor entdeckt, der schlicht aussergewöhnlich ist. Die gebotene Bildqualität ist unglaublich, und die Auflösung von 60,3 Megapixeln ermöglicht in der Nachbearbeitung Ausschnitte, die bisher undenkbar waren!“, schwärmt der frischgebackene Fünfzigjährige.
The brain learns to think differently
Anschließend fügt er hinzu: „Im Grunde ist es so, als wäre die Kamera mit einem Zoom ausgestattet – nur ohne die üblichen Nachteile.“ Der in Lyon lebende Fotograf erklärt, dass er mehr als einmal vor Ort eine Bildkomposition gewählt habe, um erst bei der Nachbearbeitung festzustellen, dass ein anderer Bildausschnitt – ein deutlich engerer, vergleichbar mit dem Blickwinkel eines 90-mm-Objektivs – eigentlich interessanter gewesen wäre. „Der Sensor der Q3 bietet eine Flexibilität, die nach dem Shooting zu einem äußerst wertvollen Verbündeten wird.“
Und wie steht es um den monochromen Charakter dieser Kamera? Wie bereits erwähnt, widmet sich Fred Mortagne seit Langem der Schwarzweißfotografie. Umso naheliegender war es, dass er sich mit dieser neuesten Version der Q3 sofort vertraut fühlte. „Wenn man diese Art der Fotografie praktiziert, verändern sich Auge und Geist allmählich. Das Gehirn lernt, anders zu denken, als wenn Schwarzweiß das Ziel ist. Man konzentriert sich stärker auf Texturen, Materialien und Kontraste. In diesem Kontext ist die Q3 Monochrom meiner Meinung nach die ideale Kamera.“
The Leica Q3 Monochrom
Der Fotograf konnte sich bei seinen Aufnahmesessions zudem auf den neigbaren rückseitigen Bildschirm verlassen und sich so voll und ganz auf das Fotografieren konzentrieren. Er bietet nicht nur einen höheren Bedienkomfort, sondern ermöglicht auch das direkte Fokussieren per Fingertipp auf dem Display. Ein unbestreitbarer Vorteil – ebenso wie die Wetterabdichtung (IP52-Schutz), die es Fred Mortagne erlaubte, mit dem feinen Sprühnebel eines Brunnens zu spielen, der sich auf der Frontlinse absetzte und so einen künstlerischen Effekt erzeugte.
About Fred Mortagne
From skateboarding to video, from video to photography. Fred Mortagne’s path is that of a true enthusiast. School never interested him much when he was young. So it was through real-world experience that he built himself, forging a unique background. His strength lies in his ability to adapt to all kinds of environments and circumstances as he makes his way. He takes as much pleasure in capturing a skateboarder, a passer-by in the street, or the clean lines of remarkable architecture. His career is now widely recognised and crowned with numerous awards.
Vom Skateboarding zum Video, vom Video zur Fotografie – Fred Mortagnes Weg ist der eines echten Enthusiasten. Die Schule interessierte ihn in jungen Jahren nur wenig, also formte er sich durch praktische Erfahrungen und entwickelte dabei einen einzigartigen Werdegang. Seine Stärke liegt in der Fähigkeit, sich jeder Umgebung und jeder Situation anzupassen. Mit gleicher Leidenschaft hält er einen Skateboarder, einen Passanten auf der Straße oder die klaren Linien aussergewöhnlicher Architektur fest. Heute ist seine Karriere international anerkannt und mit zahlreichen Auszeichnungen gekrönt.