Leica Oskar Barnack Award
Leica Oskar Barnack Award
Die international hoch geschätzte und begehrte Auszeichnung für qualitativ hochwertige Reportagefotografie wird seit 1979 verliehen, dem Jahr des 100. Geburtstags von Oskar Barnack. Der Preis wird von der Leica Camera AG vergeben, zusammen mit einem „Nachwuchspreis“.
Gewinner und Gewinnerin Leica Oskar Barnack Award 2026
In der 46. Runde des LOBA wurde in der Hauptkategorie der russische Fotograf Damir Faizulin für seine Serie Preserving Nature as Preserving Ourselves ausgezeichnet. In der Newcomer-Kategorie war es Laila AnnMarie Stevens, die mit ihrer Serie Clayton Sisterhood Project in diesem Jahr überzeugte. Die erstmals vergebene Förderung des LOBA Women Grant ging an die italienische Fotografin Valentina Sinis.
Damir Faizulin
Preserving Nature as Preserving Ourselves
Die LOBA-Gewinnerserie 2026 führt in die außergewöhnlichen Berglandschaften Dagestans im Nordkaukasus, eines der ethnisch vielfältigsten Gebiete Russlands mit großem kulturellem Erbe. Der Fotograf dokumentiert in seinem Langzeitprojekt eine Region im Umbruch: Seine Bilder zeigen nicht nur die Veränderungen der Natur, sondern auch den Wandel von Traditionen und kultureller Identität.
Nach seiner erfolgreichen Karriere als Kampfsportler und Profi-Wrestler fand der 1986 in Usbekistan geborene Faizulin seinen Weg zur Fotografie. Seit 2020 arbeitet er an freien Projekten; der LOBA ist der erste internationale Wettbewerb, an dem er teilgenommen hat.
„Mir ist wichtig, dass eine Fotografie die Realität nicht vereinfacht, sondern uns hilft, ihre Komplexität zu erkennen.“
Laila AnnMarie Stevens
Clayton Sisterhood Project
Im Mittelpunkt der Gewinnerserie des Leica Oskar Barnack Award Newcomer steht die eigene Familiengeschichte der amerikanischen Fotografin. In sensiblen Schwarzweißmotiven erzählt Stevens vom Leben ihrer beiden Schwestern und vier Nichten, die von Queens, New York, in ein gemeinsames Haus in Clayton, North Carolina, gezogen sind. Die Familie steht darüber hinaus für ein grundsätzliches Nachdenken über zeitgenössische queere Verwandtschaftsbeziehungen und das fortdauernde Vermächtnis starker, selbstbewusster Schwarzer Frauenpersönlichkeiten.
Stevens wurde 2001 in South Jamaica, Queens, New York, geboren und studierte Fotografie und Medien am Fashion Institute of Technology in New York. Bereits mit 20 Jahren veröffentlichte sie in der „Metropolitan“-Rubrik der New York Times erste Arbeiten.
„Bei der Auswahl dieser Bilder war es mir wichtig, dass die Arbeiten die vielfältigen Formen widerspiegeln, in denen Verbundenheit über Generationen hinweg zum Ausdruck kommt.“